Emilia-Romagna: Höhepunkte romanischer Bau- und Bildhauerkunst
Lichtbildervortrag von Richard Konstantin Blasy, München
am Freitag, 12. November 2010, 19:30 Uhr im Riedelsaal der VHS
zum Inhalt
Durch die geografische Nähe und die politische Beziehung zum Deutschen Reich zeigt die Romanik in der Emilia-Romagna vielfältig den Einfluss der nordischen Bauschule. Das sieht man an den Zwerchgalerien und der Gliederung durch Lisenen und Bogenfriese am Außenbau der Kathedralen sowie an den dreizonigen Wandgliederungen im Innenraum. Daneben entfaltete sich plastisches Dekor im Außen- und Innenbereich, das einerseits von lombardisch-comaskischen Vorbildern angeregt wurde. Doch noch stärker ist der Einfluss der provenzalischen Romanik mit ihren ausgeprägten antikisierenden Tendenzen. Darin offenbart sich ein künstlerischer Spannungsbogen, der mit dem Werk des Willigelmus nach 1100 begann und mit dem Schaffen von Benedetto Antelami im späten 12. Jahrhundert einen Gipfelpunkt erreichte. der die Emilia-Romagna zu dem bedeutendsten Zentrum hochmittelalterlicher Bauplastik in Italien werden ließ. (zen)
