Staatstheater Braunschweig: Isabeau (Pietro Mascagni)
Eine unbekannte Oper
Der italienische Komponist Pietro Mascagni ist in Deutschland vor allem durch seine „Cavalleria rusticana“ bekannt. Diese Oper wurde 2004 mit großem Erfolg in Braunschweig auf dem Burgplatz aufgeführt. Daneben hat der Komponist 15 weitere Opern geschrieben. „Isabeau“ wurde 1911 in Buenos Aires aufgeführt und erschien bis 1940 regelmäßig auf den Spielplänen in Lateinamerika und Italien.
Das Stück greift auf eine mittelalterliche Legende zurück und leitete eine ganze Reihe von Legendenopern ein, zu denen auch „Turandot“ gehört. Bei Mascagni will König Raimondo seine Tochter Isabeau verheiraten. Auf dem „Turnier der Liebe“ sollen die Rivalen die Prinzessin mit Blicken erobern. Weil Isabeau alle Bewerber ablehnt, lässt der König sie nackt durch die Straßen reiten. Wer es wagt, sie anzusehen, der soll geblendet werden. Der junge Folco missachtet dieses Gebot und die Menge verlangt seine Bestrafung. Doch Folco erklärt, dass er nicht Isabeaus Unschuld verletzen, sondern ihrer Schönheit huldigen wollte. Sein Ruf wirkt wie ein musikalisches Fanal und bringt Licht und Freiheit in eine verschlossene Welt. Dennoch verhindert es nicht das dramatische Ende der Oper.
In Braunschweig gibt es dieses selten gespielte Werk von Pietro Mascagni seit dem 19.3. in italienischer Sprache zu sehen. Für die Vorstellung am Sonntag, 22.5. um 14.30 Uhr im Staatstheater Braunschweig wurden Karten zum Preis von 30 Euro reserviert. Bei genügendem Interesse reservieren wir im Anschluss an die Vorstellung einen Tisch in einem italienischen Restaurant. Wir werden voraussichtlich mit der Bahn nach Braunschweig fahren.
Verbindliche Anmeldungen bitte bis 22.4.2011 bei Frau Zentgraf telefonisch oder über das Kontaktformular.
(Heidemarie Zentgraf)
